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nixos-config/docs/research/offene-ausschreibungen-temporaere-architektur-kunst.md
pijukka 2cce807929 Rechercheergebnis: offene Ausschreibungen für temporäre/experimentelle Architektur & Kunst
Erster Praxis-Durchlauf der neuen researcher-Rolle: Auftrag aus
docs/intent/offene-ausschreibungen-temporaere-architektur-kunst.md
(vom Planner in Klärung mit dem Nutzer erarbeitet), Recherche per
WebSearch/WebFetch über drei geografische Ebenen (Berlin/Brandenburg,
deutschlandweit, global). Ergebnis mit acht konkreten offenen
Ausschreibungen, verifizierten Fristen wo möglich, und ausdrücklich
benannten Unsicherheiten unter docs/research/.

Co-Authored-By: Claude Sonnet 5 <noreply@anthropic.com>
Claude-Session: https://claude.ai/code/session_011uSxdbo8zykSeH5WCMmbvp
2026-09-01 22:01:11 +02:00

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Recherchebericht: Offene Ausschreibungen/Wettbewerbe für temporäre & experimentelle Architektur/Kunst

Rolle: researcher · Recherchedatum: 01.09.2026 · Auftragsgrundlage: docs/intent/offene-ausschreibungen-temporaere-architektur-kunst.md

Fragestellung

Welche aktuell offenen (Stand 01.09.2026), öffentlichen wie privaten Ausschreibungen, Wettbewerbe und Open Calls im Bereich temporäre/ experimentelle Architektur, Kunst im öffentlichen Raum, Urban Interventions und Anarchitecture/DIY existieren mit Bewerbungsfristen in den nächsten ca. 12 Monaten — gestaffelt Berlin/Umkreis (realisierbare kleine Bauprojekte), deutschlandweit (größere Wettbewerbe) und global (reine Ideenwettbewerbe)? Ausgeschlossen: klassische Gebäudetypologie-Wettbewerbe und Standard-Kunst-am-Bau ohne besonderen thematischen Reiz.

Methode

Reine Web-Recherche (WebSearch/WebFetch), keine vorgegebenen Quellen. Vorgehen: breite Suchen je geografischer Ebene und Themenfeld (temporäre Architektur, Kunst im öffentlichen Raum, Urban Interventions, Anarchitecture/DIY, spirituelle/ungewöhnliche Themen) → Aggregatoren/Institutionsseiten identifiziert (bbk berlin/-brandenburg, wettbewerbe-aktuell, competitionline, e-flux, on-the-move.org, Buildner/architecturecompetitions.com, Volume Zero, Dezeen/ArchDaily Competitions) → Einzeltreffer per WebFetch auf Institutionsseiten gegengeprüft, wo möglich, um Fristen und Themen zu verifizieren, statt sich auf Suchmaschinen-Zusammenfassungen zu verlassen. Über 30 Einzelsuchen/-abrufe durchgeführt. Ein erheblicher Teil der Treffer stellte sich bei Gegenprüfung als bereits abgelaufen heraus (siehe Unsicherheiten) — das ist selbst ein Rechercheergebnis, kein Recherchefehler: viele einschlägige Berliner Programme laufen auf Jahreszyklen, deren Fenster kurz vor dem Recherchedatum lag.

Ergebnisse

Ebene 1 — Berlin/Brandenburg (realisierbare kleine Bauprojekte)

Titel Ausschreibende Institution Frist Quelle Kurzbeschreibung Einschätzung
SPORELATION @ MY-CO BUILD Sonderforschungsbereich (CRC) 1743 „MY-CO BUILD", TU Berlin 10.09.2026 bbk berlin 3-monatige Artist-in-Residence (Mitte Okt. 2026 – Mitte Jan. 2027) am Forschungsnetzwerk zu pilzbasierten (mycelium) Baumaterialien; Projektstipendium 5.000 €; für Künstler:innen aller Disziplinen offen, national/international. Sehr ungewöhnlich/spannend. Genau die Schnittstelle experimentelle Architektur × DIY/Biomaterial × Wissenschaft, die der Auftrag sucht. Realisierbar in Berlin.
„Stadt im Wandel – Stadt der Ideen 2026" (Motto: „Ideen für eine IBA 2030 und EXPO 2035 in Berlin und Brandenburg") Plattform Nachwuchsarchitekt*innen 30.09.2026, 24 Uhr Plattform Nachwuchsarchitekt*innen Reiner Ideenwettbewerb (unrealisierte, max. 3 Jahre alte Entwürfe) zu Stadt-/Regionalentwicklung Berlin-Brandenburg im Kontext einer möglichen IBA 2030 und EXPO 2035. Thematisch eher „Stadtentwicklung" als „Kunst/DIY", aber regional passend und offen für unkonventionelle Zukunftsentwürfe. Kein Realisierungswettbewerb — Sonderfall in dieser Ebene, da geografisch Berlin-Brandenburg, aber konzeptionell wie Ebene 3.

Auffälligstes Rechercheergebnis dieser Ebene: Die meisten sonst einschlägigen Berliner Programme für genau dieses Profil — Berliner Projektfonds Urbane Praxis, Draußenstadt/Call for Action, ZK/U-Residency, Haus der Statistik (Call für die 10. Etage), nGbK-Jahresausschreibung, Kunst-Starter „(UM)BRÜCHE", Galerie Bernau „UNSICHTBAR" — hatten ihre Bewerbungsfristen bereits vor dem Recherchedatum 01.09.2026 (Fristen zwischen Juni 2025 und Juni 2026, siehe Unsicherheiten/Tabelle unten). Das sind fast alles jährlich wiederkehrende Programme; ein erneuter Blick lohnt sich zu den unten genannten voraussichtlichen Wiedereröffnungsfenstern.

Ebene 2 — Deutschlandweit (größere Wettbewerbe)

Titel Ausschreibende Institution Frist Quelle Kurzbeschreibung Einschätzung
Open Call „Public Space" – munich creative business week (mcbw) 2027 mcbw / bayern design 05.10.2026, 23:59 bayern design Interaktive Installationen im öffentlichen Raum Münchens zum Jahresthema „SIGNAL — NOISE"; begehbar, anfassbar, bespielbar. Offen für Studios, Kollektive, Einzelpersonen. Spannend/ungewöhnlich. Klassische Urban-Intervention-Ausschreibung mit konkretem, reizvollem Thema, keine Standard-Typologie.
Klang- und Lichtinstallation „Haus im Schluh" Worpsweder Museen (Worpswede, Niedersachsen) 30.09.2026 Suchtreffer, nicht direkt auf Institutionsseite gegengeprüft (siehe Unsicherheiten) Interaktive Klang-/Lichtinstallation in/an einem der historischen Reetdachhäuser der Künstlerkolonie Worpswede; Ausstellungszeitraum 21.03.–31.10.2027; für Kunstschaffende und Studierende künstlerischer Hochschulen. Ungewöhnlicher, atmosphärisch aufgeladener Ort (Künstlerkolonie), aber Frist/Details nur einfach quellenbestätigt — vor Bewerbung direkt bei den Worpsweder Museen verifizieren.
PERSPEKTIVE Architecture Ideas Competition 2026 (Thema „HEATWAVE: Adapting Public Spaces to Extreme Weather Conditions") Institut français Deutschland / Bureau des arts visuels, mit Goethe-Institut 01.09.2026 (kein Uhrzeit-Detail) e-flux Deutsch-französischer Ideenwettbewerb (kein Bauzwang): 3–6 Bilder + 500-Wort-Text zur Anpassung öffentlicher Räume an Hitzeextreme. Preisgeld 5.000/2.500/1.500 €. Inhaltlich sehr passend (aktuelles, ungewöhnliches Klimathema), geografisch nur DE/FR. Kritisch: Die Frist fällt exakt auf das Recherchedatum — je nach Uhrzeit ist dieser Call zum Zeitpunkt des Lesens dieses Berichts bereits geschlossen. Sofort auf der Quellseite prüfen, nicht als sicher offen behandeln.

Zusätzlich als Kontext, aber nicht mehr aktionabel identifiziert (Fristen bereits vor 01.09.2026 abgelaufen), weil sie das saisonale Muster deutschlandweiter Wettbewerbe in diesem Themenfeld illustrieren und für eine künftige Wiederholung interessant sein könnten:

  • AIV-Schinkel-Wettbewerb 2026 „Luckenwalde" (Berlin-Brandenburg, Ideen- und Förderpreis, bis 35 Jahre) — Abgabe war 09.02.2026; jährlich, nächste Auslobung vermutlich Herbst 2026.
  • „30 m³ Baukultur – Macht was draus!" (Bundesstiftung Baukultur) — Einreichung war bis 16.12.2025; sehr DIY-nah (max. 2×5 m Grundfläche, 30 m³, Schüler:innen/Studierende), lohnt Beobachtung für eine Neuauflage zum nächsten Konvent der Baukultur.
  • Kunstkommission Düsseldorf „stadt.raum.experimente" 2026 — Frist war 15.10.2025; jährliches NRW-Pendant zu Berliner Programmen, explizit offen für „ungewöhnliche/experimentelle" temporäre Konzepte im Stadtraum, bis 60.000 €/Projekt. Nächste Ausschreibung realistisch ~Herbst 2026.

Ebene 3 — Global (reine Ideenwettbewerbe, ohne Realisierungspflicht)

Titel Ausschreibende Institution Frist Quelle Kurzbeschreibung Einschätzung
Pavilion Atlas 2026 Buildner Registrierung 16.09.2026, Abgabe 19.10.2026, 23:59 (London) architecturecompetitions.com Konzeptioneller Länder-Pavillon als „räumliche Erzählung" eines Landes; explizit ohne Bau-/Budget-/Standortbeschränkung. Für alle offen. Global, unbaubar per Konzept, thematisch offen für sehr ungewöhnliche Interpretationen. Gute Passung.
UNBOX 2026 Volume Zero Abgabe 03.12.2026 Competitions.archi Ideenwettbewerb für „Mikro-öffentlichen Raum" (max. 278 m²) für ≥250 Nutzer:innen/Tag: Pavillon, Hybrid-Landschaftsintervention, modulares/mobiles System. Passt gut zu Urban-Intervention/temporär-experimentell; global, kein Bauzwang.
The Oak Moon Pavilion Buildner Registrierung bis 28.01.2027, Abgabe 01.03.2027 Bustler Offener Yoga-/Kontemplations-Pavillon unter einer historischen Eiche in Mittelitalien; „mindful living". Explizit spirituelles Thema — direkt vom Auftrag als zulässig benannt. Global offen, kein Fachabschluss nötig.
The Quiet Tower Buildner Registrierung bis 13.01.2027, Abgabe 15.02.2027 Bustler Aussichtsturm an der lettischen Ostseeküste (Kap Kolka) zum Thema Stille, Entschleunigung, Naturverbindung — bewusst kein touristischer Leuchtturm-Entwurf. Ungewöhnliches, fast meditatives Thema; global, Ideenwettbewerb.

Geprüft und ausgeschlossen (nicht mehr offen oder nicht themenpassend):

  • Living Places 2026 (Fundació Mies van der Rohe) — verlangt bereits realisierte Projekte (Video-Dokumentation), kein Ideenwettbewerb für neue Entwürfe; Frist 14.09.2026 wäre ohnehin nicht einschlägig.
  • European Prize for Urban Public Space 2026 — Anmeldefenster war 10.12.–26.02.(2026), damit vor dem Recherchedatum geschlossen; zudem nur für bereits realisierte Projekte 2021–2025.
  • Museum of Emotions / Edition #8 (Buildner) — Einreichung endete 20.07.2026, damit bereits geschlossen.
  • Kingspan MICROHOME 2026 (Buildner) — thematisch zu nah an klassischer Wohnhaus-/Tiny-House-Typologie, laut Auftrag explizit auszuschließende Kategorie.
  • Buildner „Home for the Blind" — Suchtreffer widersprachen sich (eine Quelle nannte Fristen 2021/2022, eine andere „Juli 2026/Jan. 2027" für angeblich dieselbe Competition); konnte nicht zuverlässig verifiziert werden, daher nicht aufgenommen (siehe Unsicherheiten).
  • minus20degree (Österreich, Biennale) — Frist für die 2026-Ausgabe war bereits 01.02.2025; nächste Ausgabe voraussichtlich 2028.

Unsicherheiten (ausdrücklich benannt)

  1. PERSPEKTIVE 2026 hat eine Frist exakt am Recherchedatum (01.09.2026) — Status „offen" ist eine Momentaufnahme, keine Garantie zum Lesezeitpunkt.
  2. „Haus im Schluh" wurde nur über eine einzelne Suchmaschinen-Zusammenfassung gefunden, nicht per WebFetch direkt auf einer Institutionsseite gegengeprüft (Worpsweder-Museen-Seite lieferte in der Suche keinen direkten Treffer zum Open Call selbst). Vor Nutzung unbedingt auf worpswede-museen.de / vogeler-worpswede.de verifizieren.
  3. Bei „Home for the Blind" (Buildner) lagen widersprüchliche Datumsangaben vor (2021/22 vs. 2026/27) — vermutlich verwechselt die Suchmaschine eine alte Competition-Neuauflage mit dem Originaltitel; deshalb nicht in die Ergebnisliste aufgenommen, obwohl das Thema (Barrierefreiheit) gut zum Auftrag gepasst hätte. Eine manuelle Prüfung auf buildner.com/architecturecompetitions.com würde das klären.
  4. Für Ebene 1 (Berlin/Brandenburg, real realisierbare kleine Bauten) war die Trefferquote insgesamt am geringsten — genau das im Auftrag als Risiko benannte Problem („Trefferqualität hängt stark von den selbst gefundenen Aggregatoren ab") hat sich bestätigt. Die zwei aufgenommenen Treffer sind solide, aber die Ebene ist dünner besetzt als Ebene 2 und 3.
  5. „Spannend/ungewöhnlich vs. Standard" bleibt ein Ermessensurteil des Researchers (wie im Intent-Dokument als Risiko benannt) — insbesondere bei „Stadt der Ideen" (eher Stadtplanung als Kunst/DIY) und „Haus im Schluh" (thematisch passend, aber Quellenlage dünn) ist dieses Ermessen weniger eindeutig als bei den übrigen Einträgen.
  6. Nischenformate wie Anarchitecture/DIY-Communities liefen erwartungsgemäß kaum über strukturierte Web-Suche auf; der einzige wirklich treffende Fund in diese Richtung (SPORELATION @ MY-CO BUILD) kam über eine Ausschreibungs-Aggregatorseite (bbk berlin), nicht über eine spezialisierte Szene-Quelle — spezialisierte Instagram-/Newsletter-Kanäle wurden wie im Intent-Dokument vorausgesehen nicht durchsucht (kein Werkzeugzugriff).
  7. Nicht durchgeführt: Verifikation der bbk-brandenburg.de-Tabelle einzelner Kunst-am-Bau-Positionen (Nürnberg, Erfurt, Augsburg, Wittenberg, Trier) durch WebFetch der jeweiligen Ausschreibungstexte — diese wurden pauschal als „klassische Kunst-am-Bau ohne besonderen thematischen Reiz" eingestuft und daher nicht in die Ergebnistabellen aufgenommen; sollte sich der Bedarf ändern, wäre eine Einzelprüfung möglich.

Fazit

Für alle drei Ebenen ließen sich mit vertretbarem Aufwand konkrete, aktuell offene Fundstellen identifizieren, allerdings mit deutlich unterschiedlicher Dichte: Ebene 3 (globale Ideenwettbewerbe, primär über Buildner/Volume Zero) war am ergiebigsten und thematisch am klarsten zuordenbar; Ebene 1 (Berlin/Brandenburg, real realisierbar) am dünnsten — vor allem, weil ein auffällig großer Teil der einschlägigen Berliner Jahresprogramme ihre Bewerbungsfenster kurz vor dem Recherchedatum geschlossen hatte. Der stärkste Einzelfund insgesamt ist „SPORELATION @ MY-CO BUILD" (TU Berlin, Frist 10.09.2026) — sowohl geografisch (Berlin) als auch thematisch (Pilz-/Biomaterial-Architektur) eine sehr genaue Passung zum Auftrag. Bei zwei Einträgen (PERSPEKTIVE, Haus im Schluh) besteht erhöhter Verifikationsbedarf vor einer tatsächlichen Bewerbung.